Beate Pfeifle-Paié

Chorkonzert „Lamentationes“

Sonntag, 15. November 17 Uhr

Maria-Magdalenen-Kirche

Werke von Bach, Lobo, Monteverdi, Elgar, Gjeilo und anderen.

Die Klagelieder des Propheten Jeremia entstanden 587 v. Chr, nachdem die Babylonier die Stadt Jerualem und den Tempel zerstört und große Teile der Bevölkerung ins Exil verschleppt hatten. Lange hatte Jeremia die Israeliten ermahnt, sich wieder zu Gott zu kehren, dann kam die Zerstörung des Tempels, worauf Jeremia seine beeindruckenden Klagelieder schrieb. Diese Klagelieder haben viele Komponisten zu eindrucksvollen Werken inspiriert. In diesem Konzert erklingt der 1. Teil einer Komposition des spanischen Renaissancemeister Alonso Lobo. Zum Schicksal der Israeliten in Babylon entstand später ein protestantischer Choral, „An den Wasserflüssen Babylons saßen wir und weinten“. Hierzu hat Johann Sebastian eine tiefgründige Choralbearbeitung geschrieben.

Klagelieder zu verschiedenen Anlässen gibt es in der Musikgeschichte zahlreich. Häufig sind das sehr eindrucksvolle Werke, weil sie von einer tiefen Emotionalität geprägt sind. Musikalische Klagen haben dazu aber immer die Chance, neben der Trauer auch Zuversicht und Hoffnung zu verbreiten und vielleicht auch etwas Entspannung zu bringen. Neben verschiedenen Klagegesängen werden auch drei Werke von Ola Gjeilo erklingen, die sicherlich nachdenklich sind, aber auch eine optimistische Leichtigkeit haben.

Einige Stücke werden von Klavier und einem Streichquartett begleitet, die Streicher werden dazu einige Instrumentalstücke spielen.

Mitwirkende: Junger Chor Reinbek und ein Streichquartett.

Jörg Müller Orgel und Leitung

Eintritt frei – Kollekte am Ausgang erbeten.