Demokratie stärken – Zeiten des Umbruchs zum Nachhören

Die Ergebnisse des Projekttages „Zeiten des Umbruchs“ am 22. März kann man hier nachhören. Vielen Dank an Radiopastorin Susanne Richter für diesen tollen Zusammenschnitt des Tages.

Herzlich willkommen, lieber Herr Woll! 

Ab dem 1.2. dürfen wir Benedikt Woll als unseren neuen Kirchenmusiker begrüßen. Von da an gibt es viele schöne Gelegenheiten, Herrn Woll kennenzulernen: Sei es auf der Orgelbank, in den verschiedenen Chören oder bei einer Tasse Tee im Gemeindehaus. Und eines ist sicher: Mit Herrn Woll gibt es wunderschöne Musik zu erleben und auch viel zu lachen. Wir freuen uns, dass Sie nun bald in unserer Kirche wirken, lieber Herr Woll.

Nun aber wirklich: Auf wiedersehen, lieber Jörg.

Im Sommer 2023 haben wir schon Abschied von unserem Kirchenmusiker Jörg Müller gefeiert, ein halbes Jahr hat er sich danach würdig selbst vertreten. Nun ist es wirklich Zeit, Tschüss zu sagen. Seit 2008 hat Jörg in unserer Kirchengemeinde auf vielerlei Weise wunderbar gewirkt. In Reinbek-Mitte sogar ein dreiviertel Leben. Jörg, du bist wirklich ein Menschenfischer! Geh und bleib behütet. Wir werden dich vermissen. Zum Abschied soll hier noch einmal das Gedicht vom Sommer erklingen:

Ein Mensch wird Menschenfischer

Ein Mensch, der Menschen fischen wird

Ist Menschenfischer und kein Hirt.
Das heißt, dass er um Menschen wirbt

Von Anfang an – und bis er stirbt!

Nun geht es hier in dem Gedicht

Um ein besonderes Gesicht:
Wir sehn es hier mit Bart und Brille,

Jörg, unser Junge von der Bille!

Der kleine Junge wird dann groß

Schon längst ist er der Mutter Schoß

Entwachsen und geht seiner Wege.

Er pflegt sein größtes Hobby rege:

Die Schulbank drücken – ist es nicht.

Er drückt viel lieber die Pedale,

Register auch und Manuale

Und darf als Junge – Gott sei Dank –
Schon sitzen auf der Orgelbank.
Und so wird Jörg ein Dichter mit Tönen,
er kann mit Klängen die Menschen versöhnen.

Und statt manchmal seine Küche zu wischen

Geht er lieber Menschen fischen!

Die ganze Kirchgemeinde spürt:
Der Junge gehört eingeführt!
Talent hat er und Ambition.
Trifft auch beim Spielen jeden Ton.
So spielte er sich durch das Leben.
Ne Einführung hat’s nie gegeben!
So wie’s auch heut kein Abschied wird.
So ist’s, wenn man um Menschen wirbt:
Das hat kein‘ Anfang und kein Ende.
Das braucht nur Kraft, Vertrauen, zwei Hände,

Ne große Prise an Talent

Und Gottvertrauen: dass Er uns kennt.

Und ob davor, danach, dazwischen: Jörg geht weiter Menschenfischen.

Die eine Liebe ist Musik –

Von Monteverdi bis zu Grieg!

Die andre ist – erratet’s schnell:

Die große Liebe Isabel.
Und eine dritte Liebe, so,

die gilt dem weinroten Bordeaux.

Wir reden hier soviel von Tönen

Von den versöhnlichen und schönen

Für die hat Jörg so manche Nacht

Mit Arbeit und mit Fleiß verbracht

Die lauten Töne, das Gebrüll,

brülln nicht in Jörg, hier bleibt es still.

Und damit hat er viel geschafft.
denn: In der Ruhe liegt die Kraft.
Doch statt nur ruhig das Bad zu wischen:

Geht er lieber Menschen fischen
Wir sagen Dank für alles Gute
Und ist auch euch recht flau zumute,
dann sag ich: Liebe Leut‘, bedenkt,
dass Gott uns wunderbar beschenkt.
Mit vollen Herzen, vollen Netzen,
Und voll besetzten Kirchenplätzen
Und wenn das Schöne in euch klingt,
dann klingt es fort. So geht beschwingt!

Weil heute nicht dein Abschied ist,
wirst du auch heute nicht vermisst.
Wenn Dienstbeginn und -End sich mischen:

So bleibt mehr Zeit zum Menschenfischen.

Epilog
Wenn Jörg auch Menschenfischer ist.

Ein Fischefischer ist er nicht.
Denn Fisch
kommt bei Jörg nicht auf den Tisch.

Text: Bente Küster