Gesucht – gefunden.

18. Juni 2021

Was nach einer Tauschbörse klingt, entstammt dem Gleichnis vom verlorenen Schaf aus Lk 15,1-7.

Vielen bekannt, bringt es das Dilemma auf den Punkt, das uns als Gesellschaft in den letzten Monaten beschäftigt hat:

Soll die Mehrzahl eine Menge Einschränkungen hinnehmen, weil das Virus für manche so gefährlich werden kann?

Was wiegt schwerer, 99 zurücklassen oder 1 verlieren?

Überraschenderweise geht das Gleichnis einen ganz anderen Weg, denn Gottes Liebe gewichtet nicht!

Jeder Einzelne ist bei Gott unendlich wertvoll. Jeder Einzelne der fehlt, stellt alles in Frage. Gott selbst ist Mensch geworden, weil jeder Einzelne zählt!

Gott sei dank wurde auch bei uns im vergangenen Jahr nicht aufgerechnet. Es wurden mutige Entscheidungen getroffen, um das Leben zu schützen.

Erfreulicherweise steigt aktuell nur die Zahl derer, die einen Impfschutz erhalten haben. Dennoch sind wir noch nicht am Ziel!

So wie es bisher notwendig war, eine Bevölkerungsgruppe besonders zu schützen, so sehr dürfen wir heute, mehr als ein Jahr später, nicht vergessen: Noch immer ist eine Bevölkerungsgruppe weitestgehend ungeschützt!

Anders als im vergangen Jahr sind es diesmal nicht die Älteren. In diesem Jahr sind es die Jüngeren, die Kinder und Jugendlichen, die noch immer vor allem auf Masken und in gewissem Sinne auf den Zufall hoffen müssen, um gesund zu bleiben und durch zu kommen.

Bei aller Freude über die Lockerungen und die Urlaubszeit lasst uns daher auch dieses Jahr nicht 99 gegen 1 abrechnen.

Diesmal gilt es, die Jüngsten nicht zu verlieren. Und so ist noch Geduld und wohl auch etwas Geld und Forschung nötig, bis wirklich alle geschützt sind!

Literaturgottesdienst zum Buch „Gesang der Flusskrebse“

9. Juni 2021

Im Zentrum des diesjährigen Literaturgottesdienstes vom 13.06.21 stand das Buch „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens.

Die 6-jährige Kya wird von ihrer Mutter verlassen und bald auch von ihren Geschwistern. Als sie 10 Jahre alt ist, geht auch der Vater.

Sie lebt im Marschland von North Carolina, in einer alten Hütte, mutterseelenallein. Die Geschichte spielt in den USA zwischen 1952 und 2009 und erzählt von der Kunst eines Mädchens zu überleben.

Aus der Natur lernt sie fast alles, was sie für das Leben, das Erwachsenwerden und ihre Selbstbehauptung wissen muss.

Ihr letzter menschlicher Anker sind ein altes schwarzes Ehepaar, Jumpin und Mabel, und Tate, ein Freund ihres Bruders. Und eigentlich dachte sie Chase, aber der wird ermordet aufgefunden.

Das Buch ist ein Krimi, eine vorsichtige Liebesgeschichte und voll von wunderbaren Naturschilderungen. Dieses Buch beschäftigt lange und lässt sich einfach nicht vergessen.

Dieser besondere Gottesdienst wurde von Pastorin Barbara Schöneberg-Bohl, Kirsten und Johanna Roßmann, Petra Wilhelmsen, Jörg Müller und Mitgliedern der Kantorei Reinbek gestaltet.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und an alle, die sich auf diese Abenteuerreise haben mitnehmen lassen!

Trinitatis – Aller guten Dinge sind drei

29. Mai 2021

Mit dem 30. Mai beginnt die Trinitatis-Zeit. Dieses Jahr haben wir insgesamt 22 Sonntage, um das Thema der Dreifaltigkeit zu bedenken.

Das scheint auf den ersten Blick auch nötig, immerhin haben wir es mit einem Paradoxon zu tun: Drei und doch Eins.

Schon die alte Kirche hat sich darüber den Kopf zerbrochen. Drei Personen, aber ein Wesen – ungetrennt und unvermischt. Das war das Fazit langer Debatten.

In allem sollten wir aber nicht vergessen: Bei der Trinität geht es vor allem um reflektierte Erfahrung. Menschen haben im Glauben Gott erlebt und dafür Worte gefunden:

Als Vater erschafft Gott die Welt. Ist Schöpfer und Gegenüber.

Als Sohn wird Gott selber Mensch. Wird geboren und stirbt, um den Tod und alle Schuld zu besiegen.

Als Heiliger Geist ist Gott mitten unter uns, wirkt in uns und an uns.

Jeder und jede kann einen eignen Zugang zum Glauben haben. In der Summe jedoch entstünde eine Schieflage, würden wir versuchen, das eine gegen das andere auszuspielen.

Denn in der Fülle der biblischen Überlieferung kommt Gott uns auf diese drei Weisen nahe.

In einem besteht jedoch die Gemeinsamkeit: Immer ist es Gottes Herz, das uns entgegenschlägt!

Konfianmeldung – wichtige Infos und Dokumente

11. Mai 2021

Eine herzliche Einladung zum Konfirmandenunterricht an alle Jugendlichen, die dieses Jahr 12 werden oder geworden sind, findet sich hier. Im September beginnt ein neuer Konfirmandenjahrgang und wir freuen uns, wenn Du mit dabei bist! Gerne kannst Du auch gleichaltrige Freunde oder Klassenkameraden mitbringen. 
Zur besseren Planungen bitten wir Dich, ein ausgefülltes Anmeldeformular (Download hier) per Post an uns zurück zu schicken. Daneben brauchen wir eine Kopie Deiner Geburtsurkunde und ggf. auch Deiner Taufurkunde. Alles weitere besprechen wir dann bei unserem ersten Treffen am 07. September um 16 Uhr im Gemeindesaal der Nathan-Söderblom-Kirche am Täby-Platz.
Wir freuen uns auf Euch, Dein Pastor Andreas Turetschek